Startseite


Förderverein Aktion Jemenhilfe e.V.


Stiftung Jemenhilfe Deutschland


Datenschutzerklärung

ZIELE DES VEREINS

Wir sind der Meinung, dass sich die Situation im ärmsten arabischen Land, dem Jemen, nur durch Bildung verändern lässt. Darum haben wir begonnen, unseren Mitteln entsprechend, zunächst sechs Buben (Halbwaisen) aus Al Mihlaf, an eine gute Schule in Taiz zu schicken.
Wir hatten eine kleine Wohnung in Taiz gemietet und eine junge Frau, die wegen ihrer Sprachbehinderung von ihrer Familie verstoßen wurde, als Betreuerin eingestellt. Die Kinder lieben sie und sie selbst ist glücklich, ein Dach über dem Kopf zu haben.
Eine junge, heiratsunwillige Frau arbeitet ebenfalls bei den Buben; dadurch ist sie selbständig. So bewahrten wir sie vor der Zwangsheirat.
Selbstverständlich besuchte Frau Rappel bei ihren jährlichen Kontrollbesuchen in Al Mihlaf jedes Mal auch die Schule in Taiz. Bisher sind die Lehrer voll des Lobes über unsere Schützlinge.
Fahrten von Frau Rappel und weiteren Mitgliedern des Vereins in den Jemen wurden stets aus eigener Tasche bezahlt. Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich.

Der Jahresbeitrag beträgt 15 €. Damit sind wir jedoch nicht zufrieden. Sie selbst bestimmen die Höhe des Betrages, den Sie als Förderer pro Monat, vierteljährlich, im Halbjahr oder Jahr spenden wollen.Die „Jemen Kinderhilfe e.V." ist beim Finanzamt Augsburg Land als gemeinnützig/ mildtätig im Sinne der Entwicklungshilfe anerkannt und damit berechtigt Spendenquittungen auszustellen.
Fragen beantwortet ihnen Frau Rappel, die Vorsitzende der „Jemen Kinderhilfe e.V." und des „Förderverein Aktion Jemenhilfe e.V." gerne.

Aktuelle Situation

Durch die Eskalation des Krieges 2015 und das folgende flächendeckende Bombardement durch Saudi-Arabien und Verbündete Staaten ist das Elend der Bevölkerung unbeschreiblich.
Ganz besonders die Kinder leiden. Viele sind verwaist und obdachlos, sie leben auf der
Straße und hungern. Ja, laut UNHCR verhungert alle 10 Minuten ein Kind.
Viele Krankenhäuser, Schulen und Universitäten sind zerbombt. Ärzte, Lehrer und weitere beim Staat angestellte Menschen erhalten seit Monaten kein Gehalt mehr. Fabriken sind geschlossen. Auch hier wird kein Gehalt mehr ausgezahlt. Somit haben die Familien kein Geld mehr, um Lebensmittel einzukaufen. Sie hungern.
Cholera, Malaria, Dengue-Fiber … und jetzt auch noch das Corona-Virus grassieren!

Die Schulen

Die Schulen auf dem Lande sind zum großen Teil in einem schrecklichen Zustand.
In Al Mihlaf, einem Bergdorf nordwestlich von Taiz, Standort des Krankenhauses des "Fördervereins Aktion Jemenhilfe e.V." haben die Väter in Eigeninitiative ein Schulhaus gebaut.
Es handelt sich um vier Räume von je ca. 16 qm, ohne verglaste Fenster oder Türen. Zwei der Räume besitzen kein Dach. Gegen die Sonne wurden Stangen mit Plastiksäcken belegt. Diese vier Räume sind gedacht für ca. 950 Kinder! Dies bedeutet, dass die meisten im Freien unterrichtet werden müssen.
Es gibt weder Schultische noch Bänke. Die Kinder sitzen auf der Erde. Da sie keine Hefte und Stifte haben, erfolgt der Unterricht mittels Rezitation. Die Lehrer haben keinerlei Anschauungsmaterial, sind selbst schlecht ausgebildet und finden z. B. ihr eigenes Heimatland nicht auf der Weltkarte.

Das Zuhause der Kinder

In einigen Regionen des Jemen hat es über drei Jahre lang nicht mehr geregnet. Die Bauern können weder anpflanzen noch ernten. Immer mehr schicken ihre Kinder auf die Straße.
So schätzt man die Zahl der Straßenkinder auf über 23.000 allein in Sana'a.
Es gibt in Sana'a ein kleines Haus, in dem 14 Buben ein Zuhause gefunden haben.
Bei Nacht kommen viele Kinder und schlafen auf der Erde im Hof, weil sie wissen, dass sie dort nicht misshandelt und missbraucht werden und sie Wasser zum Trinken bekommen.
Einige der Kinder arbeiten barfuß auf brennenden Mülldeponien, bauen sich dort aus Autoreifen und Plastik eine Unterkunft zum Schlafen.
In Taiz ist die Situation genau wie in Sana'a. Seit Ende 2005 gibt es ein kleines Heim für Buben. Wir haben mit Bettwäsche und Kleidung geholfen.
Leider haben wir bisher noch nicht die Mittel, um hier effektiv die Not zu mildern.

Die Lebensbedingungen der Kinder

Der Jemen hat die höchste Zahl schwerst verbrannter Kinder der Welt.
Gerade die arme, meist ländliche Bevölkerung lebt ohne Stromversorgung. Am Abend werden Kerosinlampen angezündet. Fällt eine solche Lampe um, gleicht dies einer kleinen Explosion. Die Frauen kochen mit Gasflaschen, die meist in der Nähe des Herdes stehen, auch hier passieren viele Unfälle mit Kindern.
Entschließen sich die Eltern, ihr Kind in das einzige uns bekannte staatliche Krankenhaus für Verbrennungen zu bringen, entsteht folgendes Problem: Der Arzt hat an der Klinik keine Medikamente, also schreibt er ein Rezept für Brandsalbe, Verbandsmaterial, Schmerzmittel, Antibiotika, Narkose-Mittel und sogar für Gummihandschuhe. Die Angehörigen müssen dies alles in der Stadt in einer Apotheke kaufen. Gerade die Armen haben kein Geld, um die Medikamente zu bezahlen. So liegen die Kinder, übrigens auch Erwachsene, unversorgt im Krankenhaus.

Unsere Hilfe:

Wir haben seit der Gründung des Fördervereins Aktion Jemenhilfe e.V. bisher sechs
Container mit Hilfsgütern nach Taiz verschiffen können.
Mit der Gründung der Jemen Kinderhilfe e. V. war es uns möglich, einzelnen Kindern gezielt zu helfen.
Leider ist es sehr schwierig Mädchen von Al Mihlaf nach Taiz in eine gute Schule zu bringen, da sie traditionell ihre Familien nicht verlassen können. Auch fürchten die Väter, dass gebildete Mädchen nicht so leicht zu verheiraten sind. Nahezu alle Frauen in Al Mihlaf sind Analphabetinnen, ebenso wie die älteren Männer. Wir werden also noch viel Geduld aufbringen müssen, um diesen Knoten zu lösen.
Die beste Lösung wäre der Bau einer ordentlichen Schule in Al Mihlaf. Doch der Weg zu diesem Ziel ist leider weit.Endlich wird dieser vergessene Krieg auch im Westen etwas in den Focus gerückt.
Durch das dadurch erhöhte Spendenaufkommen ist es uns möglich, derzeit zusätzlich zu unseren Kindern noch an weitere Kriegswaisen und auch an alte Menschen täglich eine
warme Mahlzeit zu verteilen.
Inzwischen leben insgesamt ca. 100 Kinder und Jugendliche bei uns.

Gott sei Dank funktioniert der Geldtransfer noch ohne Probleme.
Es ist nicht viel in diesem großen Elend, was wir tun können. Es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, doch er rettet einigen Kindern das Leben!

Bitte helfen Sie uns weiterhin!